Die Finanzierung von Rechtsstreitigkeiten
Die Finanzierung von Rechtsstreitigkeiten – eine Anlageklasse, die nur in sehr geringem Maße mit den traditionellen Finanzmärkten korreliert und zur Diversifizierung eines nicht börsennotierten Portfolios beiträgt
Die Prozessfinanzierung besteht darin, finanzielle Mittel für Rechtsstreitigkeiten (Anwaltskosten und Gutachten) bereitzustellen, die von Unternehmen, Vereinen oder Stiftungen geführt werden, um ihnen die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen zu ermöglichen. Dieses Segment der privaten Schuldtitel bietet Renditen, die unabhängig von den Märkten und Zinsschwankungen sind.
Die wichtigsten Trends
Der Markt für Prozessfinanzierung, dessen Volumen für das Jahr 2024 auf 23,57 Milliarden Dollar geschätzt wird, befindet sich in voller Expansion; er dürfte im Jahr 2025 25,84 Milliarden und bis 2034 59,78 Milliarden erreichen (Market Research Future). Dieser Trend entspricht zwei zentralen Herausforderungen: der Optimierung der Gewinn- und Verlustrechnung von Unternehmen, indem vermieden wird, auf deren Eigenkapital zurückzugreifen, sowie der Erleichterung des Zugangs zur Justiz, insbesondere bei Sammelklagen. In Europa nehmen Schadensersatzklagen zu, angetrieben durch das Wettbewerbsrecht, die DSGVO und die „Schadensersatzrichtlinie“.
IVO Capital ist ein etablierter und führender Akteur auf dem europäischen Markt mit zehn Jahren Erfahrung in dieser Anlageklasse, deren Besonderheiten ihre Attraktivität für Investoren noch verstärken. Die Prozessfinanzierung zeichnet sich durch zwei markante Asymmetrien aus. Erstens entwickeln sich Gerichts- oder Schiedssprüche unabhängig von den Schwankungen der Finanzmärkte und der Gesamtwirtschaft und bieten somit eine wertvolle Dekorrelation für Investoren. Zweitens steht das Volumen der finanzierten Transaktionen nicht in direktem Zusammenhang mit den erwarteten Erträgen: Die Kosten eines Gerichts- oder Schiedsverfahrens hängen in erster Linie von dessen rechtlicher Komplexität ab, weitaus mehr als von der Höhe der Klageforderung.
Unser Anlageuniversum
Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat IVO Capital rund fünfzig Fälle finanziert. Das Portfolio der finanzierten Transaktionen ist sowohl geografisch – Kontinentaleuropa, Vereinigtes Königreich, Nordamerika und weitere Regionen – als auch hinsichtlich der Art der Klagen diversifiziert – von Schadenersatzklagen infolge von Verurteilungen durch Regulierungsbehörden, wie beispielsweise Wettbewerbsbehörden, die CNIL, usw. – als auch hinsichtlich der Art der Klagen – Klagen wegen Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen, die den Ausgleich erlittener Schäden ermöglichen, sei es im Rahmen von Schiedsverfahren oder vor staatlichen Gerichten.
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Dank unseres strengen Auswahlverfahrens, unserer Finanzplanung, unserer juristischen Fachkompetenz und unseres aktiven Risikomanagements sind wir in der Lage, eine wettbewerbsfähige risikobereinigte Rendite zu erzielen.
Ein erfahrenes Team im Dienste unserer Kunden
Phoebe Dubois
Phoebe trat im April 2023 als Analystin im Litigation-Finance-Team bei IVO Capital ein. Sie verfügt über einen Master 2 in Wirtschaftsrecht (DJCE) der Universität Poitiers sowie über einen spezialisierten Master in Finanzstrategien und verantwortungsbewussten Investitionen der Audencia Business School.
Dr. Alexandre Lercher
Alexandre trat im März 2023 als Rechtsanalyst bei IVO Capital ein. Er konzentriert sich hauptsächlich auf die Analyse und Begleitung der von unseren Fonds finanzierten Rechtsstreitigkeiten und lehrt darüber hinaus internationales Vertragsrecht und vergleichendes Wirtschaftsrecht an der Universität Paris Dauphine sowie Prozessfinanzierung an der UPEC und der Universität Genf.
Alexandre ist Doktor der Rechtswissenschaften und Inhaber des CAPA. Er hat an der Universität Paris Dauphine eine Dissertation mit dem Titel „Der Einfluss der Finanzierung durch Dritte auf internationale Schiedsverfahren, oder die Finanzialisierung der Schiedsgerichtsbarkeit“ verteidigt. Er verfügt über einen Master 2 in internationalem Wirtschaftsrecht der Universität Lothringen, ein Universitätsdiplom in internationalem Wirtschaftsstreitrecht der UPEC sowie einen L.LM. in Internationaler Streitbeilegung (MIDS), der gemeinsam vom Institut de Hautes Études Internationales et du Développement und der Rechtsuniversität Genf verliehen wird.
Paul de Servigny
Paul trat im Oktober 2018 als Rechtsanalyst im Team „Litigation Finance“ bei IVO Capital ein. Paul konzentriert sich hauptsächlich auf die Analyse und Betreuung von Transaktionen zur Prozessfinanzierung. Im September 2021 wurde er zum Fondsmanager ernannt. Paul ist seit Juli 2018 als Rechtsanwalt bei der Anwaltskammer von New York zugelassen (Nr. 5613385). Er verfügt zudem über einen Master-Abschluss in französischem und englischem Wirtschaftsrecht sowie einen Master-Abschluss in vergleichendem Wirtschaftsrecht der Universität Paris X. Darüber hinaus erwarb er einen LLM-Master an der Universität Berkeley in Kalifornien.